Corelis JTAG Boundary-Scan für
Baugruppentests
Corelis bietet eine umfassende Linie von JTAG Boundary-Scan Tools (ScanExpress) für Baugruppentests und In-System-Programmierung (ISP) von Flash-Speichern, eMMC und andere programmierbare Bauteile. ScanExpress kommt mit einer intuitiven grafischen Windows-Oberfläche, aus der heraus Testvektoren generiert (SE TPG) und ausgeführt werden (SE Runner). Funktionsgleiche DLLs stehen zur Integration in National Instruments LabView, LabWindows/CVI, TestStand, Geotest ATEasy, Agilent’s VEE, Visual Basic und C++ zur Verfügung.
Die aktuelle Version 10.2.0 steht allen Benutzern mit laufemdem Wartungsvertrag kostenlos zur Verfügung. Bitte kontaktieren Sie uns.
Aktuelle Informationen und Tipps zu Boundary-Scan findet man auf dem Twitter-Kanal von Corelis.
Funktionstests mit JTAG Embedded Testing (JET)
Bei ScanExpress JET handelt es sich um eine Erweiterung der Boundary-Scan-Grundfunktionen, mit deren Hilfe automatische Funktionstests von Baugruppen vereinfacht und beschleunigt werden können. Mit Hilfe des sog. JTAG Embedded Tests sind nahezu alle Bauteile einer Baugruppe erreichbar und testbar, die mit üblichen Methoden des Boundary-Scan-Tests nicht oder nur eingeschränkt getestet werden können. Hier sind insbesondere I/O-Funktionen (z.B. USB, CAN, Ethernet, ADC, DAC) zu nennen, aber auch Speicher (z.B. DDR3) können mit Systemgeschwindigkeit getestet bzw. programmiert werden (z.B. Flash, eMMC).
ScanExpress JET unterstützt zahlreiche Microcontroller, FPGAs und SoCs, z.B. NXP CorIQ P2, Xilinx Zynq, Infineon Aurix, Nvidia Tegra K1 und Mobileye’s EyeQ3, wobei letztere vor allem im Automotive-Bereich eingesetzt werden. Ab Version 9.4 werden einige neue PÜozessoren von ScanExpress JET unterstützt, u.a. Marvell OCTEON III CN7200 Multi-Core MIPS64 Processors und Texas Instruments TMS320C6748 DSP. ScanExpress JET bietet RAM und NOR-Flash Tests und Programmierung. Weitere Funktionenn sind auf ANfrage erhältlich. Ethernet-Loopback für NXP i.MX6 ist ab sofort Teil des JET Support Pakets für diese Prozessorefamilie. Weitere Informationen zu ScanExpress JET findet man in dieser Produktinformation.
JTAG-Controller für Boundary-Scan mit Corelis ScanExpress
Zahlreiche Varianten von JTAG -Controllern für PCI, PCI Express, USB 2.0, Ethernet/LAN, PXI/cPCI und VXI können mit ScanExpress Runner und ScanExpress JET eingesetzt werden. Hierbei sind Taktraten (TCK) von bis zu 100 MHz möglich, womit die Prüfung der Boardintegrität und die Programmierung von Bauteilen enorm beschleunigt wird. Vom kostengünstigen SIngle-TAP-Controller für Entwickler bis zum Multi-TAP-Controller für den Einsatz in der Produktion gibt es den passenden JTAG-Controller.
Controller von Drittanbietern werden von Corelis ScanExpress-Software ebenfalls unterstützt. So können z.B. National Instruments PXI-655x HSDIO oder Teradyne-Module aus der Di-Serie eingesetzt werden. Für manche Anwendung kann auch die verwendung eines eingebetteten controllers sinnvoll sein. Corelis unterstützt zu diesem zweck den FTDI FT2232 USB-Controller, der vor allem im Feld den Zugriff auf die zu testende Baugruppe (UUT) erheblich erleichtert.
Eine Einführung in die Technologie hinter JTAG finden Sie im JTAG-Tutorial. Ein weiteres interessantes Stück Literatur ist die Abhandlung über das Debuggen einer funktionslosen Baugruppe.
Bus-Analyzer für I²C und SMBus zur Prüfung und Programmierung von Bauteilen
Neben den „klassischen“ JTAG-Testwerkzeugen kann der CAS-1000 I2C/E I²C Bus-Analyzer and Exerciser als I²C-Emulator und -Analyzer sowie als JTAG-Controller eingesetzt werden. Der CAS-1000-I2C/E kann als I²C-Master und -Slave verwendet werden, ermöglicht die Prüfung von Timing und Busparametern an I²C-Bauteilen und kann als Störgenerator eingesetzt werden.
Baugruppentest mit Boundary-Scan
Technische Voraussetzungen und Grundlagen
Boundary-Scan ist eine Methode zur Prüfung elektronischer Baugruppen, vor allem solcher Baugruppen mit hohem Anteil an digitalen Komponenten. Grundsätzlich wird nur vorausgesetzt, dass mindestens ein Bauteil mit einer Schnittstelle nach JTAG IEEE 1149.1 in der Schaltung vorhanden ist. Die oft gemachte Annahme, dass nur Bauteile mit einer solchen Schnittstelle testbar sind, ist schlicht falsch. Entscheidend ist, wie gut erreichbar andere Schaltungskomponenten über Boundary-Scan-fähige Bauteile sind. Selbst analoge Komponenten können, wenn auch mit einem gewissen Aufwand, in Tests einbezogen werden, die auf Boundary-Scan basieren.
Corelis ScanExpress besteht aus Software-Komponenten, die für die Testplanerstellung sowie deren Ausführung und Analyse mittels Boundary-Scan verwendet werden. Alle Software-Komponenten laufen unter Windows 7 bis Windows 10.
Die Verbindung zwischen Test-PC und Zielhardware erfolgt über JTAG-Controller, von denen es zahlreiche Varianten gibt. Für den Einzelarbeitsplatz bietet sich ein USB-Controller mit einem einzelnen Test Access Port (TAP) an, während in der Produktion oft Multi-TAP-Controller (PCIe, LAN, USB) eingesetzt werden, die sich z.B. auch in Testsysteme von National Instruments integrieren lassen.
Wenn Sie mehr zu Boundary-Scan, zur Integration von Boundary-Scan in ICT-Systeme, über Möglichkeiten und Grenzen der Technologie wissen wollen, sprechen Sie uns bitte an. Wir setzen Boundary-Scan seit über zehn Jahren bei allen eigenen und vielen Kundenprojekten ein und lassen Sie nicht im Unklaren, ob und wie weit Boundary-Scan für Sie nützlich sein kann.
Design for Testability (Testbarkeit)
Zur Analyse der Testbarkeit einer Baugruppe, vor allem während der Entwicklung, wird ScanExpress DFT (Design for Testability, Art. Nr. 20300) eingesetzt. ScanExpress DFT ermöglicht Änderungen im Design, um die Testabdeckung zu verbessern. Außerdem können Designfehler frühzeitig erkannt und noch vor der Herstellung eines ersten Prototypes beseitigt werden.
Erstellung von Testplänen
Für die Erstellung von Testplänen wird ScanExpress TPG (Test Pattern Generator, Art. Nr. 20400) benötigt. Für die komfortable Prüfung von komplexen CPU-Schnittstellen bietet sich optional ScanExpress JET an. Mit ScanExpress JET können z.B. Ethernet-oder USB-Schnittstellen auf Funktion getestet oder SDRAM (auch DDR2/3/4) mit Systemtakt verifiziert und Flash-Speicher mit maximaler Geschwindigkeit programmiert werden.
Test von zusammengesetzten Baugruppen
Zusammengesetzte Baugruppen benötigen ScanExpress Merge (Art. Nr. 20196), mit dem mehrere zusammengehörige Schaltpläne und Layouts in einem Testablauf zusammengefasst werden.
Testausführung und -analyse
Testpläne werden mit ScanExpress Runner ausgeführt (Art. Nr. 20650), während ScanExpress ADO (Advanced Diagnostic Option, Art. Nr. 20210) und ScanExpress Viewer (Art. Nr. 20315) die Ergebnisse aufbereiten, zusammenfassen und visuell darstellen. ADO und Viewer sind Optionen, die auch technisch weniger versiertem Personal die Fehlerbehebung deutlich erleichtert.
Test und Programmierung von I²C- und SPI-Komponenten
SPI- bzw. I²C-Bauteile können ohne Boundary-Scan getestet und programmiert werden, wenn deren Schnittstellen mit den entsprechenden Pins am JTAG-Controller verbunden sind. Hierbei leisten ScanExpress Programmer JTAG (Art. Nr. 20603) bzw. ScanExpress Programmer SPI/I2C (Art. Nr. 20601) gute Dienste.
Interaktiver Debugger
Der interaktive Debugger (ScanExpress Debugger, Art. Nr. 20409) ermöglicht interaktiv mittels einer C-ähnlichen Skriptsprache die Analyse von Schaltungsdetails.
Integration von ICT und Boundary-Scan
Die Integration von ScanExpress in ICT-Systeme (Nadelbett-Adapter, Flying Probes) ist mit Produkten vieler Hersteller möglich, z.B. mit Systemen von SPEA, Takaya, Agilent, Checksum, SEICA, Teradyne und anderen Herstellern. Die Kombination von Boundary-Scan und ICT ermöglicht die bestmögliche Testabdeckung bei geringstmöglichem Entwicklungs- und Maschinenaufwand.
Unterstützung bei der Anwendung von Boundary-Scan-Projekten
Corelis und die lokalen Vertriebsbüros bieten Unterstützung bei allen Aufgabenstellungen und technischen Fragen zum Thema Boundary-Scan an. Auf Anfrage werden einzelne Arbeitsschritte auch als Dienstleistung angeboten, z.B. um die Testabdeckung bereits in einer frühen Projektphase zu optimieren.
Im deutschsprachigen Raum wenden Sie sich bitte an uns per Telefon (+49-211-2714630) oder per Email an de@corelis.eu.
Weitere Informationen zu ScanExpress Boundary-Scan finden Sie auf der englischsprachigen Website von Corelis.
cOSMo - Universelles OFDM-Socket-Modem für
hohe Datenraten
cOSMo ist ein universelles Socket-Modem auf DSP-Basis für Point-to-Point und Point-to-Multipoint 2-Draht- oder Funkübertragung von Sprache, Bild und Daten. cOSMo basiert auf proprietärer OFDM-Technologie und erlaubt transparente Verbindungen zwischen Endpunkten, die z.B. aus UART, SPI-, Ethernet- oder anderen Datenschnittstellen bestehen können. Ein Spartan-6 FPGA kann für Forward Error Correction (FEC), Verschlüsselung, Datenkompression, Sprachkodierung sowie für den Anschluss von Digitalkameras, Displays, und anderen Peripheriegeräten verwendet werden.
Die patentierte Technologie, auf der cOSMo basiert, ist auch als lizenzierbarer Code oder Hardware für Heimautomation, Powerline-, Imaging-, Interkom- und Sicherheitsanwendungen erhältlich. cOSMo bietet Datenraten nahe der theoretischen Grenze (> 10 bit/s/Hz) und verkraftet lineare Verzerrungen ebenso wie Impulsrauschen, plötzliche Phasen- und Pegeländerungen, Frequenzverschiebungen und kurzzeitige Leitungsunterbrechungen.
Bei über doppelt so hoher Datenrate wie gewöhnliche OFDM-Modems können bestehende Infrastrukturen, z.B. in Türsprecheinrichtungen, vollständig digitalisiert und dabei neue Komfortmerkmale implementiert werden.
Mögliche Anwendungen finden sich in den Bereichen Satellitentelefonie, Datenkommunikation, Smart Metering, Heimautomation, Katastrophenschutz etc.
Das cOSMo OFDM-Modem eignet sich als modulare Komponente für alle embedded Anwendungen, in denen bestehende oder leicht zu installierende Übertragungsmedien genutzt werden sollen, z.B. Hausinstallationen mit Klingeldraht. Durch seine Robustheit eignet sich das Modem besonders unter kritischen Bedingungen, bei denen es auf hohe Daten- und Betriebssicherheit ankommt.
Das cOSMo OFDM-Modem ermöglicht die Einrichtung digitaler Kommunikationwege unter erschwerten Bedingungen und mit einfachsten Mitteln. Selbst über Zaunanlagen oder Klingeldraht können robuste Datenverbindungen realisiert werden. So können z.B. Türsprecheinrichtungen in bestehenden Installationen mit neuen Komfortmerkmalen ausgestattet werden. Auch können über einfachen Klingeldraht hochwertige Datenverbindungen schnell und sicher eingerichtet werden. Mit Hilfe eines externen Funkgerätes sind die Anwendungen von cOSMo z.B. im Katastropheneinsatz oder zur Anbindung weit entfernter Internetnutzer möglich.